5 Webseitenfehler, die man unbewusst macht – aus eigener Erfahrung

von | 28. Aug. 2026 | Webseiten mit Wirkung

Ganz ehrlich: Auch ich habe klein angefangen.

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich vor Jahren zum ersten Mal vor einer WordPress-Seite stand – mit dem Gedanken: WordPress, das geht doch easy. Spoiler: Nein, es ist nicht so einfach.

Zu meiner Verteidigung: Vor acht Jahren wurden noch sehr viele Seiten programmiert. Auch in WordPress musste man damals einiges an CSS und HTML können, um eine vernünftige Seite hinzubekommen. Also habe ich angefangen zu lernen und mir vieles selbst beigebracht. Dabei macht man Fehler. Und ich kann sagen: Ich habe einige davon selbst gemacht, aber auch sehr viel daraus gelernt.

Es gibt Fehler, die man in jedem Ratgeber findet. Und dann gibt es die anderen – typische WordPress-Fehler auf der Webseite, die man erst versteht, wenn man sie selbst gemacht hat.

Fehler 1: Farben und Kontraste die niemand checkt

Ich trage seit meiner Kindheit eine Brille. Die Reflexionen auf dem Monitor machen meine Augen empfindlich für bestimmte Farben. Besonders starkes Gelb oder Neonfarben spiegeln sich in meinen Brillengläsern, sodass ich nicht lange hinsehen kann. Deshalb achte ich heute bei meinen Designs immer darauf, dass die Kontraste stimmen.

Und damit meine ich ganz konkret den Kontrast zwischen Hintergrund- und Schriftfarbe. Graue Schrift auf grauem Hintergrund geht gar nicht. Alles, was schlecht lesbar ist, ist nicht okay. Das klingt selbstverständlich, aber man sieht es überraschend oft.

Mein Tipp: der Kontrast-Checker von Coolors. Mit diesem Tool kann ich nicht nur Farben prüfen, sondern auch den Kontrast zwischen Hintergrund und Schrift direkt testen. So gehe ich auf Nummer sicher. Und ich bin immer noch überrascht, wie unterschiedlich die Lesbarkeit bei manchen Farbkombinationen ist.

Fehler 2: Ein vorgefertigtes Layout, das sich verselbstständigt

Ich verwende ein Theme, das zu den bekanntesten gehört. Ich benutze es immer noch und finde es grundsätzlich gut. Am Anfang war mir bewusst, dass dieses Theme vom Code her nicht das schlankste ist. Heute, nach vielen Projekten und Erfahrungen, würde ich es nicht mehr für jedes Projekt verwenden. Bei einer normalen Webseite macht es grundsätzlich keine Probleme, wenn man ein paar Regeln befolgt.

Mein Fehler mit diesem Theme: Ich habe ein vorgefertigtes Layout genommen und es bearbeitet. An diesem Punkt war noch alles in Ordnung. Aber ich habe es im Laufe der Zeit immer wieder ein bisschen überarbeitet und optimiert. Das Endergebnis hatte bei Weitem nichts mehr mit dem Original zu tun. Sollte es auch nicht, denn die Seite sollte ein Original sein.

In meinem Fall hatte das allerdings eine unerwünschte Folge: Die Seite wurde auf mobilen Geräten zu langsam, weil sie noch einiges an unnötigem Code aus dem ursprünglichen Layout mitschleppte. Und langsame Webseiten mögen weder die Besucher noch Google besonders gerne.

Die Lösung ist für mich heute klar: Ich stelle jede Seite neu auf und achte dabei auf einen möglichst sauberen Aufbau.

Fehler 3: Zu viele Plugins, die niemand mehr braucht

Früher brauchte man sehr viele Plugins. Es gab zum Beispiel eigene Plugins nur für einen „Nach oben“-Button. Heute ist die Situation eine andere. Vieles ist bereits in den Themes integriert. Man braucht nur noch das Wesentliche.

Die Regel lautet: Je weniger, desto besser. Denn mit der Zeit sammeln sich Plugins an, die nichts mehr tun, außer zusätzlichen Code mitzuschleppen. Das kann die Seite verlangsamen. Nicht mehr gepflegte oder veraltete Plugins können außerdem zum Sicherheitsrisiko werden.

Mein Tipp: Die Basis-Plugins, die wirklich gebraucht werden, sind überschaubar. Sicherheit, Cookie-Verwaltung, Cache, lokales Hosting von Schriften, SEO und Backup – das war es im Wesentlichen. Alles andere sollte man kritisch hinterfragen.

Und: regelmäßig nachsehen, Updates durchführen und alles, was nicht mehr gebraucht wird, konsequent löschen.

Warum Plugins ein Sicherheitsrisiko sein können, kannst du in meinem Artikel „WordPress-Sicherheit: Warum eine Tür nicht reicht“ lesen.

Fehler 4: Don’t Make Me Think

Man denkt sich eine kreative Navigation aus, erfindet neue Begriffe für Seiten oder versteckt das Angebot hinter einem coolen Konzept.

Das Problem: Besucher wollen nicht rätseln. Sie wollen innerhalb weniger Sekunden verstehen, wo sie sind und was sie tun sollen. Was intuitiv und clever wirkt, verwirrt in der Realität vielleicht mehr, als es hilft. Einfach und klar schlägt kreativ und kompliziert.

Mein Tipp: Lies das Buch „Don’t Make Me Think“ von Steve Krug. Er bringt es auf den Punkt wie kaum eine andere Lektüre. Eine Webseite funktioniert dann am besten, wenn man gar nicht darüber nachdenken muss, wie man sie benutzt.

Fehler 5: Bilder, die nicht für die Webseite gedacht sind

Bilder sind so eine Sache. Hier werden die meisten Fehler gemacht.

Die erste Regel bei Bildern in der Kommunikation: Bilder erzählen mehr als Worte. Sie erzählen eine Geschichte, unterstützen den Text und sind das, was wir zuerst wahrnehmen. Deshalb müssen sie passen.

Bilder, die nicht ins Konzept passen, eine schlechte Auflösung haben oder mit dem Handy aufgenommen wurden, während jemand am Grill sitzt, passen nicht auf eine Business-Webseite. Außer man verkauft Würstchen und Griller. 😄

Also bei Bildern immer auf Auflösung, Hintergrund und Qualität achten. Und noch ein wertvoller Tipp: Nicht alle Bilder, die für Social Media funktionieren, passen auch auf eine Business-Webseite. Das sind zwei verschiedene Welten.

Und dann ist da noch die Dateigröße. Bilder, die zu groß sind, haben einen direkten Einfluss auf die Ladezeit der Webseite. Wir als Nutzer mögen es nicht, wenn Seiten zu langsam laden. Google übrigens auch nicht.

Fazit

Fehler machen gehört beim Bauen dazu. Einige sind groß, andere klein. Was mich bei Webseiten aber am meisten freut: Nichts ist in Stein gemeißelt. Man kann immer wieder nachbessern. Und das Beste: Man lernt dazu und macht es beim nächsten Mal besser.

Um es zusammenzufassen: Achte auf Bilder, Farben und Kontraste, erfinde beim Design das Rad nicht neu und gehe sparsam mit Plugins um. Und hole dir rechtzeitig Unterstützung, wenn du das Gefühl hast, dass du mit dem Bauen nicht weiterkommst.

Für die kleinen Fehlerchen, die man so macht und bei denen man nicht weiterweiß, ist mein Angebot „Webseiten-Refresh“ gedacht. Hier kannst du mehr darüber erfahren.


Dieser Artikel wurde von mir verfasst und inhaltlich gestaltet. Für die abschließende sprachliche und formale Kontrolle habe ich KI ergänzend als Werkzeug eingesetzt. Die verwendeten Bilder wurden mithilfe von KI erstellt.


FAQ’s

Welche WordPress-Plugins braucht man wirklich?

Die Basis ist überschaubar: Sicherheit, Cookie-Verwaltung, Cache, lokales Hosting von Schriften, SEO und Backup. Alles andere sollte kritisch hinterfragt werden. Entscheidend ist aber nicht nur die Anzahl. Die verwendeten Plugins sollten regelmäßig aktualisiert und tatsächlich benötigt werden.


Warum ist der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund so wichtig?

Weil eine schlechte Lesbarkeit Besucher schnell abschrecken kann. Graue Schrift auf grauem Hintergrund ist ein häufiger Fehler, der oft übersehen wird. Tools wie der Kontrast-Checker von Coolors helfen dabei, Farbkombinationen schnell zu prüfen.


Warum verlangsamen Bilder eine Webseite?

Bilder, die direkt von der Kamera oder vom Handy hochgeladen werden, sind oft mehrere Megabyte groß. Das hat einen direkten Einfluss auf die Ladezeit. Bilder sollten deshalb vor dem Hochladen komprimiert und auf die benötigte Größe gebracht werden.


Was bedeutet „Don’t Make Me Think“ für eine Webseite?

Besucher wollen innerhalb weniger Sekunden verstehen, wo sie sind und was sie tun sollen. Kreative Navigationen und ungewöhnliche Begriffe verwirren oft mehr, als sie helfen. Einfach und klar funktioniert meistens besser als kreativ und kompliziert.


Warum ist ein vorgefertigtes WordPress-Layout ein Risiko?

Vorgefertigte Layouts können Code und Elemente enthalten, die für die fertige Webseite gar nicht benötigt werden. Wird ein solches Layout immer wieder erweitert und umgebaut, kann unnötiger Ballast zurückbleiben. Das kann sich unter anderem auf die Ladezeit auswirken.

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